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"Dancing with a Stranger" von Katie McLane

 

Autor/in:            Katie McLane

 

Titel:                    Dancing with a Stranger

 

Reihe/Band:      Table Companions, Band 1

 

Genre:                 Erotikroman

 

Erschienen:        Juli 2019

 

ISBN:                    B07V9X6HGX

 

Transparenz

Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

 

Klappentext

Zwischen Gestern und Morgen herrschen keine Regeln, nur Lust und Verlangen.
Bevor Natalie Cabrey ihr neues Leben in New York beginnt, will sie ihre letzte Nacht in Chicago genießen. Eine ihrer extravaganten Phantasien Wirklichkeit werden lassen, ohne die Grenzen ihres sonstigen Lebens. Und der heiße Bad Boy neben ihr an der Hotelbar ist genau der Richtige dafür.
Für Lennox Whyte gehört Sex zum Immobilien-Business dazu, je lukrativer der Deal desto verruchter darf es im Bett zur Sache gehen. Erst recht, wenn die Geschäftspartner eine so aufregende Escort-Lady spendieren wie die Rothaarige an der Hotelbar neben ihm.
Die leidenschaftliche Nacht findet ein Ende, mit dem keiner von beiden gerechnet hat.

 

Buch-/Reihentitel und Coverdesign

Das Cover ist in drei Teile geteilt, wobei der obere und untere Teil gewissermaßen zusammengehören. Im ersten Abschnitt ist die Andeutung nackter Oberkörper zu sehen. Eine Frau, die den Kopf in den Nacken gelegt und die Arme von sich gestreckt hat, während im Hintergrund ein Mann Küsse auf ihren Schultern etc. verteilt. Der mittlere Abschnitt zeigt in grünlich schimmerndem Licht zwei Paar Füße, die einen gemeinsamen Tanz andeuten und mich irgendwie an Salsa erinnern. Der letzte und unterste Abschnitt des Covers zeigt einen unbekleideten Bauch oder Rücken, nicht deutlich zu erkennen, um den ein starker männlicher Arm geschlungen ist. Der erste und letzte Abschnitt implizieren ein sexuelles Vorspiel, was in Kombination mit dem Titel „Dancing with a Stranger“ eine aufregende Geschichte verspricht, da direkt auch die Beziehung zwischen den Charakteren erklärt ist. Was es mit dem Reihentitel auf sich hat, kann man sich erst im Laufe der Geschichte erklären, weshalb ich an dieser Stelle nicht spoilern werde – auf jeden Fall finde ich aber auch diesen passend gewählt.

 

Charaktere

Natalie Cabrey steckt mitten in einer Umzugsphase von Chicago nach New York, als sie beschließt, ihren betrügerischen Ex-Freund mit Hilfe einer leidenschaftlichen Nacht mit einem Fremden zu vergessen. Natalie hat eine Vorliebe für spezielle Fantasien, die so bisher noch niemand wirklich mit ihr ausgelebt hat, auch wenn sie gar nicht mal so extravagant sind. Neben ihrer Arbeit als Personal Coach bei einer großen Firma geht sie regelmäßig mit ihrer besten Freundin Erin aus – mal zum Männer aufreißen, mal nur zum Essen und auch mal nur auf einen gemütlichen Abend, auch wenn das eher selten vorkommt.

Lennox Whyte ist im Immobilien-Business tätig, hat seit elf Jahren keine Beziehung mehr gehabt und ist immer für ein unverbindliches Vergnügen zu haben. Er ist gutaussehend, sportlich – seine große Leidenschaft ist das Tauchen – und ein sehr direkter Typ. Zusammen mit seinem besten Freund und Geschäftspartner Riley geht er regelmäßig auf die Piste und checkt die Frauenwelt ab.

 

Schreibstil und Handlung

„Dancing with a Stranger“ lieferte einen guten, spannenden, wenn auch leicht vorhersehbaren Einstieg in die Geschichte, wunderbar gepaart mit einigen lustigen Szenen. Die Geschichte von Natalie und Lennox ist in der allwissenden Erzählperspektive geschrieben, zusätzlich abwechselnd aus ihrer und seiner Perspektive. Leider sorgte die Wahl der Erzählperspektive dafür, dass mir bei dieser Geschichte, die Gefühlsübermittlung etwas untergegangen ist. Gerade beim Thema Sex ist es, meiner Meinung nach, sehr wichtig Vertrauen zu vermitteln und dadurch bedingt, dass sich daraus hervorgehend die Beziehung von Natalie und Lennox weiterentwickelt, auch intensivere Gefühle an den Tag gelegt werden sollten als nur Unsicherheiten und Eifersüchteleien. Öfter gab es ein Aufflackern verschiedenster Gefühle, die allerdings dadurch unterbrochen worden sind, dass die betreffenden Szenen abgebrochen oder nicht vollständig ausgeführt worden sind. Insgesamt war die Geschichte sehr schnell zu lesen, denn weder inhaltlich noch vom Schreibstil her war es für mich sonderlich anspruchsvoll.

Inhaltlich bot die Geschichte einen sehr interessanten, aufregenden und verruchten Einstieg und auch die nachfolgenden Entwicklungen der Einstiegsszene haben mir sehr gut gefallen. An den Charakteren hat mir gut gefallen, dass beide Protagonisten wie auch die Nebencharaktere fest mit beiden Beinen im Leben stehen. Auch die charakterlichen Grundzüge von Natalie und Lennox waren mir recht sympathisch, allerdings waren sie für mich nicht greifbar genug. Man hat nichts groß über ihre Familien oder ihr Leben außerhalb der Arbeit erfahren, mal abgesehen von ihren Vorlieben beim Sex, aber diese machen für mich keinen Charakter aus.

Ab etwa der Hälfte der Geschichte ging es für mich leider auch mit der Handlung bergab. Natalie und Lennox hatten einfach ständig Sex, was grundsätzlich in einer aufblühenden Beziehung normal ist, hier allerdings einerseits nicht sonderlich abwechslungsreich dargestellt worden ist und ich auch nicht das Gefühl hatte, dass diese Zusammentreffen eine besondere Intensität hatten, was allerdings auch an der Erzählperspektive gelegen haben kann. Auch hat der Sex jegliche Möglichkeit auf weitere Aktivitäten oder Informationen außerhalb des Bettes nahezu vollständig überschattet. Ja, mir ist durchaus bewusst, dass es sich bei der Story um einen Erotikroman handelt, trotzdem wünsche ich mir immer, dass es eine gewisse Grundhandlung gibt, die nicht aus den Augen verloren wird.

Zum Ende hin gab es dann nochmal ein richtiges Highlight – für mich allerdings nicht im positiven Sinne. Es wirkte stark konstruiert, kam aus dem Nirgendwo und war einfach nur schockierend und brutal. Es wirkte unzusammenhängend und hat nicht zum Rest der Geschichte gepasst, denn auch nach diesem Erlebnis war es viel zu schnell abgehakt, als dass es ausreichend und der Situation angemessen behandelt worden ist. Ebenfalls gestört hat mich, dass dieses vermeintliche Highlight beim unserem männlichen Protagonisten Lennox eine typisch klischeehafte Eifersuchtsattacke ausgelöst hat, woraufhin sich dieser wie ein Vollid**t aufgeführt hat, um dann innerhalb kürzester Zeit doch wieder angekrochen zu kommen.

Die Geschichte hatte für mich ab einem gewissen Zeitpunkt leider jeglichen Charme und Sexyness verloren und auch das übertrieben positiv konstruierte Ende konnte das Ruder nicht mehr rumreißen.

 

Fazit

Leider hatte ich mir von der Geschichte mehr erwartet, als mir letztendlich geboten wurde. Die angegebenen zwei Sterne gibt es für den Einstieg und die erste Hälfte der Geschichte. Ich hätte mir mehr Feuer, einen Tick mehr Handlung und vor allem greifbarere Charaktere gewünscht. Vielleicht ist das im zweiten Band der Reihe der Fall, allerdings werde ich diesen wohl eher nicht lesen.

 

Bewertung: 2 YY von 5 Sternen  

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